


Jeder kennt das Problem: Auf dem Monitor und dem Farbausdruck sieht der Auftrag perfekt aus, alle sind zufrieden... Im Druck jedoch „fallen“ die Farben durch, haben nur noch wenig mit dem „Original“ zu tun, und es kommt zu Unstimmigkeiten zwischen Agentur, Kunde und Druckerei. Wir bei AV+Astoria orientieren uns an der ISO-Norm 12647-2, in der nach einem einheitlichen internationalen Standard geprooft und gedruckt dadurch natürlich auch kalibriert und ausgewertet werden kann.
Farbmanagement ist ein sehr komplexes Thema, braucht für Sie aber keine Wissenschaft zu sein! Mit den von uns zum Download bereitgestellten Profilen und Infos sind Sie bestens gerüstet und haben einen starken Partner in Sachen Colormanagement. Die Profile sind ISO-Norm 12647-2-konform und führen Sie schnell und anwendergerecht in ein neues „farbgerechtes“ Zeitalter. Im Idealfall bedeutet das, dass Ihre originalen, digitalen Bilddaten für unterschiedlichste Ausgabe-Anforderungen (Digitaldruck, Offsetdruck, Großformatdruck, Multimedia-Präsentation u.v.m.) mittels Farbmanagement und Farbprofilen theoretisch „ohne“ Farbunterschiede ausgegeben werden. Die Einschränkung ergibt sich natürlich aus dem zur Verfügung stehenden Farbspektrum der Ausgabeeinheit; und natürlich trifft diese Aussage nur auf kalibrierte und linearisierte Drucker/Monitore zu.
Auf dieser Seite haben wir für Sie die wichtigsten Infos zum Thema "Farbmanagement" kurz und verständlich zusammengefasst und alle dazugehörigen Downloads bereitgestellt. Für detaillierte Informationen bieten wir Ihnen unsere AV+Astoria-PrepressFibel zu den Themen Farbmanagement, Druckdatenaufbereitung und Postscript/PDF, die Sie via prepress
av-astoria.at?subject=Zusendung%20der%20AV+Astoria-PrepressFibel E-Mail anfordern (wir schicken Ihnen auch gerne die AV+Astoria-Prepress-Info per Post zu) oder als PDF in Webauflösung herunterladen (siehe nebenstehenden Download – Hinweis: Das Web-PDF der PrepressFibel ist gegenüber Printversion im Jänner 2011 umfangreich aktualisiert worden!) können.

Wichtig:
> Alle Bilddaten ab nun mit „Profil einbetten“ abspeichern.
> Die Druckerprofile beim Soft- und Hardproof einsetzen.

Mit Adobe Bridge können Sie in nur einem Arbeitsschritt das Colormanagement für alle Creative-Suite-Anwendungen (Photoshop, Illustrator, Indesign) aktivieren und synchronisieren. Nachdem Sie die CMM-Dateien wie oben beschrieben kopiert haben, starten Sie Adobe Bridge und öffnen Sie das Bridge Center. Im Hauptfenster aktivieren Sie unten die Option "Farbmanagement ... Farbeinstellungen öffnen".
<< Klick auf die Miniatur öffnet eine vergrößerte Darstellung!
Aktivieren Sie die Checkbox zu "Erweiterte Liste mit Farbeinstellungsdateien anzeigen" und wählen (markieren) Sie dann das Setting "AV_Astoria_PSO_PS_211010". Mit "Anwenden" legen Sie ein einheitliches und für alle Suite-Anwendungen synchronisiertes Farbmanagement fest.

Die Photoshop-Farbeinstellungsdatei lässt sich ab der Version 6 problemlos für Mac und PC laden. Dies ist nur dann notwendig, wenn Sie Ihr Colormanagement NICHT über Adobe Bridge synchronisiert haben!
Nachdem Sie die CMM-Dateien wie oben beschrieben kopiert haben, starten Sie Adobe Photoshop; öffnen Sie die „Farbeinstellungen“ (Mac: Apfel+Shift+K, PC: Strg+Shift+K), wählen Sie im Aufklappmenü unter Einstellung das Setting "AV_Astoria_PSO_PS_211010".
<< Klick auf die Miniatur öffnet eine vergrößerte Darstellung!
Aktivieren Sie den „Erweiterten Modus“, bestätigen Sie die Auswahl mit "OK" und schon befinden Sie sich, abgesehen von der normgerechten Monitorkalibration, innerhalb des Arbeitsfarbraums, der der ISO-Norm 12647-2 entspricht. Dabei ist noch wichtig, dass Sie beim Speichern Ihrer Bilder die Option „Farbprofil einbetten“ immer aktivieren!
Im Photoshop arbeitet man in vier Farbräumen:
1. RGB-Arbeitsfarbraum,
2. CMYK-Arbeitsfarbraum,
3. Graustufen-Arbeitsfarbraum und
4. Schmuckfarben-(Vollton-)-Arbeitsfarbraum.
Es gibt hier unzählige Einstellungsmöglichkeiten, die aber notgedrungen zu vielen unterschiedlichen Ergebnissen führen. Seit etwa fünf Jahren bemüht sich ein europäisches Konsortium (u. a. mit dem Bundesverband Druck und Medien e.V. sowie der Fogra) darum, eine klare Einstellungsvorgabe zu erarbeiten. Diese Vorgabe ist auch für uns verbindlich; deshalb gelten die folgenden Profile:
Diese Definitionen begründen einen internationalen Standard, der als ISO-Norm 12647-2 bezeichnet wird und den bis dahin geltenden Eurostandard ablöst.

Da das korrekte Einstellen des Farbmanagements für X-Press 7 und 8 etwas komplex ist (es muss für den Quell- als auch für den Ausgabefarbraum das Farbmanagement separat definiert werden!), haben wir für Sie eine "Schritt-für-Schritt"-Anleitung mit Screenshots von allen relevanten Menüeinstellungen erarbeitet. Diese Anleitung können Sie als PDF in nebenstehender Spalte herunterladen.

Der RGB-Farbraum hat im Normalfall ein viel größeres Farbspektrum als der CMYK-Farbraum. Bei der Umwandlung von RGB zu CMYK erfolgt eine Reduzierung der Farben, die mit einem bestimmten „Rendering Intent“ errechnet wird.
<< Klick auf die Miniatur öffnet eine vergrößerte Darstellung, in der man deutlich erkennt, dass der CMYK-Farbraum deutlich kleiner ist als der RGB-Farbraum; die weiße Linie begrenzt das Farbspektrum, das im RGB-Farbraum darstellbar ist, die blaue jene des CMYK-Farbraums.
Da der ECI-RGB-Farbraum am besten in den CMYK-Farbraum „übersetzt“ werden kann, ist er somit besonders für den Druckprozess geeignet. Es ist daher ab nun durchaus zulässig, Daten in ECI-RGB zu liefern.
Es bietet darüber hinaus weitere Vorteile, ein Bild im „ECI-RGB“-Modus zu belassen. Denn in diesem Fall bleibt das Bild „unsepariert“ und nützt damit das volle Farbspektrum; ein in CMYK „separiertes“ Bild verliert unwiederbringlich an Farbinformation. Wenn Sie also das Bild im „ECI-RGB“-Modus belassen und archivieren, können Sie es ohne Verluste für beliebige Zwecke – also „medienneutral“ – nutzen; z. B. für Web/Multimedia, Präsentationen, Digitaldruck etc. Liefern Sie Ihre Daten für den Druck mit dem „eciRGB v2“-Profil ab, wird erst bei der Endausgabe im PDF-Workflow umgerechnet; basierend natürlich auf „ISO Coated v2 300% (ECI)“.

Der ISO-Standard schreibt einen farbverbindlichen Proof anhand des messbaren Medienkeils mit zulässigen Delta E-Abweichungen vor. Bislang werden leider noch immer etliche unkalibrierte und meist nicht druckbare Proofs und Farbmuster als Druckvorlage mitgeschickt.
<< Klick auf die Miniatur öffnet eine vergrößerte Darstellung, in der der Ugra/FOGRA-Medienkeil als Qualitätsmerkmal des ISO-Norm-Proofs sichtbar ist.
Der Ugra/FOGRA-Medienkeil stellt für ein kalibriertes Proofgerät eine normierte Vorlage dar, auf welcher objektiv ausgemessen werden kann, ob ein Proof auch wirklich innerhalb des ISO-Standards druckbar ist. Dieser Keil ist daher die absolute Vorgabe für jeden, der farbverbindliche Proofs abliefern und sich innerhalb der ISO-Norm bewegen möchte.
Auf unseren ISO-normgerechten Proofs wird der Ugra/FOGRA-Medienkeil und das verwendete ICC-Ausgabeprofil automatisch mitgedruckt. Dadurch ist garantiert, dass das, was auf dem Proof zu sehen ist, dem eigentlichen Druckergebnis so nah wie möglich kommt. Entscheidend ist hier natürlich die Papierauswahl. Bevor Sie also einen Proof von uns anfordern, sollten Sie sich schon im Klaren sein, auf welchem Papier und in welcher Rasterart der Auftrag gedruckt wird. Die Papieranmutung wird dann beim Proof bereits mit einberechnet und dementsprechend „übersetzt“. Wird Ihr Auftrag z. B. auf einem Naturpapier gedruckt, kann unser Proof diesen Druck simulieren und das Papierweiß und die wirkliche Druckfarbe auf einem bestimmten Papier in der Prooferstellung schon mit einberechnen und simulieren. Farben auf hochwertigem, glänzend gestrichenem Papier erscheinen z. B. viel besser und gesättigter als Farben auf Zeitungspapier, wo Schwarz eher als Dunkelgrau erscheint.

Unser Proofgerät und unsere Druckmaschinen sind nach den folgenden Profilen kalibriert:
a) konventioneller Raster
b) FM-Raster (nonperiodical Screening)
Die angeführten Profile befinden sich im CMM-Set (im Ordner „Profiles“).
Im Photoshop können Sie sich nun eine Simulation Ihrer Bilddaten (Softproof) über „Ansicht/Proof einrichten“ anzeigen lassen, indem Sie das zur Papierklasse passende Profil (coated, uncoated, uncoated-yellowish) wählen.
<< Klick auf die Miniatur öffnet eine vergrößerte Darstellung; hier sehen Sie die dazugehörigen Screenshots!
Sie werden feststellen, dass sich Ihr Bild nun ziemlich verändert hat: Es wird eine Simulation des tatsächlichen Druckresultats angezeigt! Mit Apfel-Y (Mac) oder Strg-Y (PC) können Sie zwischen der normalen und der Proofdarstellung wechseln.
Da wir aktives Colormanagement betreiben, ist für Sie nur mehr eine Kontrolle und – wenn notwendig – Anpassung Ihrer Bilddaten an die Ausgabebedingung „ISO Coated v2 300%“ notwendig. Aktives CMM bedeutet, dass die Druckdaten durch unseren Workflow optimal auf die Ausgabebedingung (Papierklasse, Rasterart) angepasst werden. Die Konvertierung der Bilddaten erfolgt über ICC- und DeviceLink-Profile. Sollten Sie die Konvertierung Ihrer Bilddaten mit einem anderen Profil als „ISO Coated v2 300%“ vornehmen, setzen Sie uns unbedingt davon in Kenntnis, da Ihre Daten ansonsten ein zweites Mal konvertiert würden und dies zu erheblichem Qualitätsverlust führt!
Aus diesem Grund ändert sich auch die Vorgehensweise bei der Softproofdarstellung und der Bearbeitung von Bildern in Photoshop, wenn es sich nicht um „ISO Coated v2 300%“ handelt. Wollen Sie ein Softproof Ihres Bildes im Druck für Papierklasse IV oder V simulieren, gehen Sie wie in folgendem Beispiel (Softproof für Papierklasse IV/Naturpapier ungestrichen/PSOuncoated) vor (danach bitte nicht abspeichern):
Da zwischen dem Druck von Bildern auf Papierklasse 1+2 (Bilderdruck glänzend und matt gestrichen) im konventionellen Raster (also 80er, 100er oder 120er Raster) und FM-Raster für Papierklasse 1+2 visuell kein Unterschied besteht, raten wir von einer Simulation speziell für FM-Raster coated ab. Hierzu reicht eine Simulation im „AV_ISOcoatedv2_300%“-Softproofprofil. Eine Softproofdarstellung für den FM-Raster ist dann allerdings zwingend notwendig, wenn man wirklich in das PSOcoated NPscreen-Profil konvertiert hat und die Daten so abliefert!
Wir laden Sie herzlich zu uns in die Druckvorstufe ein, damit Sie sich vor Ort ein Bild von unseren Konvertierungsmethoden machen können.
Die exklusive AV+Astoria-Prepress-Fibel enthält in ihrem Kapitel „Farbmanagement“ umfangreiche und wertvolle Infos zum anwendergerechten Umgang mit dem Farbmanagement und Profilen!

AV+Astoria-PrepressFibel zu den Themen Farbmanagement, Druckdatenaufbereitung und Postscript/PDF (PDF in Webauflösung, 4,2 MB • Jänner 2011)
Bitte beachten Sie, dass die in dieser Publikation zusammengefassten Informationen dem Stand der Drucklegung entsprechen! Aktuelle Infos erhalten Sie jedoch immer hier auf unserer Homepage.
In diesem Zusammenhang empfehlen wir Ihnen, die Website www.cleverprinting.de zu besuchen; dort finden Sie ebenfalls erstklassige Infos und Downloads zum Thema Druckvorstufe und Farbmanagement. Sie können sich dort als Ergänzung gratis die ausgezeichnete Publikation mit dem Titel "PDF und Colormanagement" downloaden.
Zum Thema "Farbmanagement und Profile" empfehlen wir Ihnen, folgende Internetseiten zu besuchen:
> www.eci.org
> www.fogra.org
> www.gretagmacbeth.com
> www.i1color.com
D O W N L O A D s
Hinweis zu den Downloads:
Um Datenübertragungs- und Ressourcenprobleme zu vermeiden sowie die Datenmenge schlank zu halten, wurden alle Daten ausgenommen PDFs in SIT-Archive (für den Mac) und ZIP-Archive (für den PC) gepackt. Downloads lädt man am Mac mit "ctrl"-Taste + Klick auf Link -> "Verknüpfte Datei laden unter ..."; am PC mit rechter Maustaste + Klick auf Link -> "Ziel speichern unter..."
Colormanagement-Files
in einem CMM-Set (mit den Ordnern PROFILES, PROOFING und SETTINGS) zusammengefasst:
CMM_2011.sitx (15 MB • 17-01-11)
CMM_2011.zip (15 MB • 17-01-11)
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X-Press-Farbeinstellungen
Infoblatt (bereitgestellt als PDF) mittels Screenshots mit "Schritt für Schritt"-Anleitung durch die Farbmanagement-Einstellungen von Quark X-Press 7 + 8
X-Press 7+8 Farbmanagement ... (PDF • 360 KB • 12-01-11)